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Bei der Veranstaltung „Frieden in Zeiten der Aufrüstung“ referierte der Geschäftsführer der Volkshochschule Reutlingen Uli Bausch über Ursachen des Ukrainekriegs, die Rolle der NATO sowie Perspektiven für eine europäische Sicherheitsordnung.
Ein zentrales Thema war die These, dass geopolitische Machtpolitik – insbesondere zwischen den USA und Russland – Europa und Deutschland zunehmend unter Druck setze. Diskutiert wurde unter anderem die NATO-Osterweiterung seit den 1990er-Jahren. Dabei wurde auf historische Debatten rund um die deutsche Wiedervereinigung verwiesen (Stichwort „Not one inch eastward“) sowie auf die Frage, inwieweit es politische Zusagen, aber keine vertragliche Fixierung einer Nicht-Osterweiterung gegeben habe.
Mehrfach betont wurde die Notwendigkeit von Diplomatie und Mediation statt ausschließlich militärischer Eskalation. Der Krieg in der Ukraine wurde als sicherheitspolitisches Scheitern auf mehreren Ebenen beschrieben – sowohl als Fehleinschätzung Russlands als auch als Ausdruck eines langfristigen sicherheitspolitischen Konflikts. Zudem spielten die amerikanischen geopolitischen Doktrinen eine Rolle. Angesprochen wurden zudem Verhandlungsansätze aus den Gesprächen von Istanbul 2022 (Neutralitätsmodell, Autonomieregelungen), die aus Sicht des Referierenden nicht ausreichend weiterverfolgt worden seien.
Bei unserer Veranstaltung „Energiewende jetzt!“ diskutierte unsere Landtagskandidatin Sara Dahme gemeinsam mit Robin Mesarosch (Leiter des Klimadialogs der SPD) und Dr. Michael Jantzer (Sprecher des AK Energie im BUND Landesverband Baden-Württemberg), warum die Energiewende nicht nur klimapolitisch, sondern auch wirtschaftlich und gesellschaftlich dringend notwendig ist.
Ein zentrales Thema war die Unabhängigkeit unserer Energieversorgung. Der Angriffskrieg Russlands hat deutlich gemacht, wie verletzlich fossile Abhängigkeiten machen. Wind und Sonne hingegen sind heimische Energiequellen – sie stehen uns allen zur Verfügung und stärken unsere Versorgungssicherheit.
Dabei wurde klar: Deutschland könnte sich schon heute bilanziell vollständig mit erneuerbaren Energien versorgen. Dass dennoch häufig Strom aus dem Ausland zugekauft wird, liegt oft daran, dass dieser zu Spitzenzeiten (noch) günstiger ist. Das ist ein Marktproblem – kein technisches. Neue Gaskraftwerke sind daher keine zukunftsfähige Lösung. Selbst konservative Stimmen sprechen inzwischen nicht mehr ernsthaft von einem fossilen Ausbau.
Ein weiteres zentrales Thema war die Netzinfrastruktur. Viel Strom wird im Norden erzeugt, während große Industriestandorte vor allem im Süden liegen. Der Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze sind deshalb entscheidend für das Gelingen der Energiewende. Gerade in Baden-Württemberg spielt außerdem die energetische Sanierung von Gebäuden und der Ausbau von Photovoltaik eine große Rolle.
Bei der Veranstaltung „Frauen. Führung. Zukunft.“ sprach die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken mit der Stadträtin Sara Dahme über ihre politischen Erfahrungen und darüber, was sich ändern muss, damit mehr Frauen Verantwortung in der Politik übernehmen können.
Saskia Esken schilderte ihren persönlichen Werdegang in der Politik und machte deutlich, dass Frauen sich ihren Platz in politischen Strukturen oft sehr erkämpfen müssen – nicht selten gegen sogenannte welterklärende Männer. Während bei Männern Inhalte und Positionen im Vordergrund stehen, seien bei Frauen Äußerlichkeiten und Auftreten leider oft noch ständige Beurteilungsrituale in der Öffentlichkeit. Um echte Gleichberechtigung zu erreichen, sei die Frauenquote daher ein wichtiges und notwendiges Instrument.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Vereinbarkeit von politischem Engagement und Beruf. Saskia Esken betonte, wie wichtig es sei, berufsfähig zu bleiben – etwa durch Teilzeitarbeit – um (risikoreiche) politische Karrieren für mehr Frauen realistisch und langfristig möglich zu machen.
Mit Blick auf die Zukunft richtete sie einen klaren Appell insbesondere an Frauen: Macht anzustreben sei nichts Negatives. Selbstbewusstsein könne und müsse man sich antrainieren, und es sei wichtig, sich auch in schwierigen Situationen gegenüber Männern zu behaupten.
Auch die Rolle neuer Medien wurde kritisch beleuchtet. Digitale Formate erleichtern politische Arbeit und Kommunikation, führen aber zugleich zu Aufmerksamkeitsdefiziten. Persönliche Gespräche und direkter Austausch seien daher unverzichtbar. Gerade in der Kommunalpolitik sei es wichtig, Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubinden. Offene Veranstaltungsformate und starke Netzwerke seien dafür ein zentraler Schlüssel.
Die Veranstaltung machte deutlich: Eine zukunftsfähige Politik braucht mehr Frauen in Führung, mehr Mut zur Beteiligung und mehr direkte Kommunikation mit den Menschen vor Ort.
Weitere Bilder und Poster der Veranstaltung:
Bilder der Veranstaltung 01
Bilder der Veranstaltung 02
Bilder der Veranstaltung 03
Poster der Veranstaltung

Unser SPD-Ortsverein Vaihingen lud am 14.12.2025 gemeinsam mit der Stuttgarter Gemeinderätin und Landtagskandidatin im Filderwahlkreis, Sara Dahme, zu einem Kunstspaziergang durch das Vaihinger Zentrum ein. Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen die Gelegenheit wahr, Kunst im öffentlichen Raum zu entdecken und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Kunstspaziergang Bild 1

Kunstspaziergang Bild 2

Kunstspaziergang Bild 3

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Kunstspaziergang Bild 8

Kunstspaziergang Bild 9
